Schwurstein von Gillenwalde
Der Schwurstein von Gillenwalde ist ein heiliges Artefakt des Tyr, Hüter von Recht, Wahrheit und gerechtem Urteil. Er befindet sich im Besitz des Paladin- und Ritterordens der Goldlanze.
Er dient als Fokus für Eide, Urteile und göttliche Prüfung und wird nur in den schwerwiegendsten Fällen aus dem Ordensheiligtum hervorgeholt.
Der Schwurstein erkennt Wahrheit nicht durch Worte, sondern durch Absicht.
Aussehen
Der Schwurstein ist ein faustgroßer Monolith aus weißem Rechtsstein, durchzogen von goldenen Adern, die das Symbol Tyrs – die Waage – formen.
Seine Oberfläche ist glatt, doch von feinen Runen überzogen, die bei Berührung warm werden.
Wird ein Eid gesprochen, beginnt der Stein sanft zu leuchten und wirft ein klares, unbewegliches Licht.
Stil: Streng, sakral, rechtschaffen
Materialien: Rechtsstein, göttliche Essenz, geweihte Goldadern
Größe: Tragbar, aber schwer
Lichtwirkung: Ruhiges, golden‑weißes Leuchten
Symbolik
Verkörpert Tyrs Prinzip: Gerechtigkeit über Gnade
Zeichen der Unbestechlichkeit des Ordens
In Gillenwalde höchstes Symbol rechtmäßiger Autorität
Wirkung im Spiel
Eidbindung: Jeder vor dem Schwurstein geleistete Eid ist magisch bindend
Wahrheitsprüfung: Der Stein reagiert auf bewusste Lügen oder gebrochene Absichten
Schutz der Rechtschaffenen: Träger erhalten Widerstand gegen Beeinflussungs- und Täuschungsmagie
Urteil Tyrs: Bei schwerem Eidbruch kann der Stein göttliche Strafe auslösen
Eidbruch‑Mechanik des Schwursteins
Ein vor dem Schwurstein von Gillenwalde geleisteter Eid ist nicht nur ein Versprechen,
sondern eine göttlich bezeugte Verpflichtung.
Ein Eidbruch erfolgt nicht durch Scheitern,
sondern durch bewusste Abkehr von der geschworenen Absicht.
Der Schwurstein reagiert mit Eskalationsstufen.
Eskalationsstufe I – Zweifel
*Innere Warnung*
Der Paladin spürt Unruhe, Schuld oder Widerstand.
Leises Nachhallen des Schwurs im Geist
Gebete fühlen sich schwerer an
Keine mechanischen Strafen, aber klare Warnung
„Der Weg weicht vom Schwur.“
Eskalationsstufe II – Missklang
*Göttliche Missbilligung*
Der Schwurstein erkennt bewusste Abweichung.
Nachteil auf göttliche Zauber oder Segnungen
Der Schwurstein wird kalt oder trüb
Visionen zeigen die Konsequenzen des Handelns
Eskalationsstufe III – Bruch
*Aktiver Eidbruch*
Der Paladin handelt klar gegen den Eid.
Verlust bestimmter Ordensfähigkeiten
Schutzzauber des Ordens versagen
Der Name des Paladins wird im Orden vermerkt
„Der Schwur ist gebrochen.“
Eskalationsstufe IV – Urteil Tyrs
*Göttliche Strafe*
Der Eidbruch wird nicht bereut oder gerechtfertigt.
Vollständiger Entzug göttlicher Kräfte
Der Schwurstein verweigert jede Reaktion
Der Paladin wird als Eidbrecher gebrandmarkt
Eskalationsstufe V – Verwerfung
*Endgültiger Bruch*
Der Eid wird bewusst verleugnet oder verspottet.
Permanente göttliche Blockade
Visionen von Waage und zerbrochenem Schwert
Nur ein göttliches Wunder oder Opfer kann Erlösung bringen
Mildernde Faktoren
Unwissenheit oder Täuschung
Handeln zur Vermeidung größeren Unrechts
Sofortige Reue und Geständnis
Diese können Eskalation verzögern oder abschwächen.
Wiedergutmachung
Ein Eid kann nicht „repariert“, sondern nur gesühnt werden.
Öffentliche Beichte vor dem Orden
Gerechte Tat im Sinne des ursprünglichen Schwurs
Prüfung durch einen Hochrichter Tyrs
Erneuerung des Eids vor dem Schwurstein
Einschränkungen
Wirkt nur für Anhänger oder anerkannte Diener Tyrs
Missbrauch führt zum Erlöschen der Macht oder zur Verurteilung des Trägers
Der Schwurstein kann nicht zerstört, aber zeitweise versiegelt werden
Geschichte
Der Schwurstein wurde nach der Gründung Gillenwaldes von den ersten Paladinen Tyrs erschaffen, als Antwort auf eine Zeit der Gesetzlosigkeit.
Er wurde bei der Einsetzung jedes Hochrichters verwendet und war Zeuge unzähliger Urteile, Schwüre und Opfer.
Bis heute ruht er im Hohen Gerichtsschrein, bewacht von den Ordensältesten.