====== Die Phönixritter – Flamme und Schwur ====== Im dritten Jahrhundert nach dem Fall Valdhars erreichten die Phönixritter ihren Höhepunkt. Aus einer kleinen Bruderschaft von Überlebenden wurden sie zur **heiligen Armee des Reiches**, gefürchtet von Feinden, verehrt von Verbündeten, und getragen von einem Schwur, der brannte. ---- ===== Struktur und Rangordnung ===== * - **Der Brennende**: Großmeister des Ordens, Träger der Flammenkrone, zugleich Heerführer und geistiger Sprecher. * - **Feuerschwurträger**: Ritter, die den Schwur der Wiederkehr abgelegt haben – gebunden an Reich, Ehre und Opfer. * - **Glühende**: Veteranen mit mindestens drei Feldzügen, oft Ausbilder oder Bannerträger. * - **Novizen**: Anwärter, die die Feuerprobe bestehen müssen – nicht jeder überlebt. * - **Feuerschmiede und Kriegspriester**: Unterstützende Kasten, zuständig für Waffen, Rituale und Schwurpflege. ---- ===== Heraldik des Ordens der Phönixritter ===== {{:wappen:wapppen_phoenixorden.png?200 |}} {{:wappen:wappenrock_phoenixorden.png?200}} * - **Wappenschild**: Klassische Schildform mit dunklem Basaltrand, goldenem Grund und feurigem Zentrum. * - **Phönix**: Dunkelbraune Silhouette mit ausgebreiteten Flügeln, aufsteigend aus Flammen – Symbol für Wiedergeburt, Opfer und ewige Wachsamkeit. * - **Flammenbasis**: Drei stilisierte Zungen aus rot-orangefarbener Glut, aus denen der Phönix emporsteigt – Zeichen des Feuerschwurs. * - **Gekreuzte Schwerter**: Zwei dunkle Klingen hinter dem Phönix, diagonal angeordnet – Sinnbild für militärische Stärke und Verteidigungsbereitschaft. * - **Festungsmauer**: Angedeutete Zinnen im Hintergrund – Verweis auf den Flammenhort als Sitz des Ordens. * - **Farben**: * - **Goldgelb**: Geistige Reinheit, Hoffnung und das Licht der Wiederkehr. * - **Dunkelbraun/Basalt**: Standhaftigkeit, Disziplin und Verbundenheit mit dem vulkanischen Ursprung. * - **Rot-Orange**: Flammen, Schwur, Opferbereitschaft. ---- ===== Symbolische Bedeutung ===== * - Der Phönix steht für das Reich, das aus der Asche neu geboren wird. * - Die Flammen erinnern an die Feuerprobe jedes Ritters. * - Die Schwerter mahnen zur Wachsamkeit – auch im Frieden. * - Die Mauer verweist auf die Festung, die nie fiel – und nie fallen darf. ---- ===== Verwendung ===== * - Das Wappen wird auf Bannern, Brustplatten und Schwurtafeln geführt. * - Es darf nur von Rittern des Ordens getragen werden – nie allein, immer im Dienst. * - Bei der Bannerweihe wird das Wappen in Glutstahl graviert und mit Asche gesegnet. ---- ===== Wahlspruch des Ordens ===== > „Ich bin Asche, > ich bin Flamme, > ich bin das Reich, > das nicht stirbt.“ ---- ===== Der Codex der Wiederkehr ===== Der Codex ist kein Buch, sondern ein lebendiger Eid, der bei der Aufnahme gesprochen wird: > „Ich bin Asche, > ich bin Flamme, > ich bin das Reich, > das nicht stirbt.“ Der Codex verlangt: * - **Verzicht auf Besitz und Familie** * - **Unbedingte Treue zum Reich, nicht zur Krone** * - **Opferbereitschaft bis zum Tod – und darüber hinaus** ---- ===== Militärische Stärke ===== * - **Drei Bannerlegionen**: Je 1.000 Ritter, aufgeteilt in Sturm-, Schild- und Glutformationen. * - **Feuerreiterei**: Elite-Kavallerie mit glutgehärteten Rüstungen und Flammenlanzen. * - **Luftzeichen**: Magische Feuerzeichen zur Koordination über große Distanzen. * - **Festung Flammenhort**: Hauptsitz, Trainingsstätte und Ritualort – uneinnehmbar seit ihrer Gründung. ---- ===== Geistige Bedeutung ===== Die Phönixritter galten nicht nur als Kämpfer, sondern als **lebendige Mahnung**: * - Sie trugen keine Namen – nur Titel. * - Ihre Rüstungen wurden nicht poliert – sie sollten die Asche zeigen. * - Ihre Banner wurden nie gesenkt – auch im Tod nicht. In Tempeln wurden sie als **Wächter der Wiederkehr** verehrt. Ihre Schwurhalle war zugleich Gericht, Schule und Altar. ---- ===== Der Höhepunkt – Die Schlacht von Glutheim ===== In der Schlacht von Glutheim verteidigten 3.000 Phönixritter das Reich gegen eine Armee von 40.000. Sie hielten sieben Tage – ohne Nachschub, ohne Rückzug. Am achten Tag entzündeten sie das **Feuer der Letzten Flamme** und verbrannten sich selbst, um den Feind zu vernichten. Der Boden von Glutheim ist bis heute unfruchtbar – doch das Reich überlebte. ---- ---- ====== Die Phönixritter – Gegenwart eines verbrannten Schwurs ====== Die Phönixritter existieren noch – doch ihr Glanz ist verblasst. Was einst eine brennende Armee war, ist heute ein zerstrittener Orden, zerrissen zwischen Erinnerung, Pflicht und der Frage, ob das Reich noch eine Wiederkehr verdient. ---- ===== Struktur und Zustand ===== * - **Der Flammenhort steht noch**, doch viele seiner Hallen sind leer. * - **Der Codex der Wiederkehr wird nur noch selten gesprochen** – und oft hinter verschlossenen Türen. * - **Die Bannerlegionen sind aufgelöst** – es gibt keine offiziellen Feldzüge mehr. * - **Der Titel „Brennender“ ist vakant** – seit dem letzten Großmeister freiwillig ins Exil ging. ---- ===== Der Orden heute ===== * - **Weniger als 50 aktive Ritter**, verteilt auf kleine Zellen in Valdhar und Turenhall. * - **Drei Strömungen** prägen den Orden: * - **Die Bewahrer**: Wollen den Schwur erhalten, lehren und mahnen – ohne militärische Macht. * - **Die Glutwächter**: Trainieren heimlich, bereiten sich auf eine neue Bedrohung vor. * - **Die Aschegänger**: Wandern allein, folgen dem Schwur auf eigene Weise – oft radikal. * - **Feuerschmiede und Kriegspriester** existieren noch, doch ihre Zahl ist gering. ---- ===== Gesellschaftliche Stellung ===== * - In [[reiche:turenhall|Turenhall]] gelten die Phönixritter als ehrwürdige Mahner – aber nicht als Machtfaktor. * - In [[reiche:valdhar|Valdhar]] werden sie verehrt – doch auch gefürchtet, besonders die Aschegänger. * - Der Kronrat erkennt den Orden offiziell an – aber ohne Einfluss auf Entscheidungen. ---- ===== Innerer Konflikt ===== * - **Ist der Schwur noch gültig**, wenn das Reich sich selbst verrät? * - **Darf ein Phönixritter kämpfen**, wenn kein Banner mehr weht? * - **Kann Wiederkehr geschehen**, ohne dass jemand brennt? Diese Fragen spalten den Orden – und machen ihn zugleich gefährlich. ---- ===== Bedeutung heute ===== * - Die Phönixritter sind **kein Heer mehr**, sondern ein **lebendiger Schwur**. * - Sie erinnern daran, dass **Treue nicht endet**, nur weil das Reich es tut. * - Ihr Fortbestehen ist **Mahnung und Hoffnung zugleich** – für jene, die noch glauben. ---- ===== Abenteuerideen ===== * - Ein alter Phönixritter bittet um Hilfe – er will den Codex erneut sprechen. * - Eine Gruppe Glutwächter entdeckt ein uraltes Banner – und will es entfalten. * - Ein Aschegänger wird zum Mörder – und behauptet, der Schwur habe es verlangt. Die Phönixritter lehren: > „Ein Reich stirbt nicht, > solange jemand bereit ist, > sich selbst zu verbrennen, > damit es weiterlebt.“